BAGS-Aufruf zur „sozialen Landesverteidigung“
Die Berufsvereinigung von Arbeitgebern für Gesundheits- und Sozialberufe (BAGS) präsentierte in einem Mediengespräch am 1. April 2011 ihre Forderungen für den Sozialbereich:
Im Verteilungskampf um immer knapper werdende Budgets haben Pflegebedürftige, Menschen mit Behinderung und sozial Benachteiligte die schwächste Position und keine starke Lobby. Massive Probleme in den Bundesländern zeigen bereits konkrete Auswirkungen wie Leistungskürzungen, lange Wartezeiten und Personalabbau. Aus diesem Grund präsentierte die Berufsvereinigung von Arbeitgebern für Gesundheits- und Sozialberufe (BAGS) in einem Mediengespräch am 1. April 2011 die Forderungen für die Sozialbereich:
• Sicherstellung der vorhandenen Betreuungsangebote, Schließung von bestehenden Versorgungsdefiziten und bedarfsgerechter Ausbau der sozialen Infrastruktur
• Anerkennung der Leistungen in den Sozialunternehmen durch Vertrags- und Planungssicherheit über längere Zeiträume.
• Berücksichtigung der kollektivvertraglichen Abschlüsse in den Leistungsabgeltungen der öffentlichen Hand und damit Sicherstellung einer adäquaten Bezahlung der Mitarbeiter-/innen.
• Kritisches Überprüfen von staatlichen Kürzungsmaßnahmen im Hinblick auf die unmittelbaren Auswirkungen auf hilfsbedürftige Menschen.
• Sicherstellung der benötigten Mittel für den Sozialbereich angesichts wachsender sozialer Herausforderungen.
Österreich habe sich einen sozialen Standard erarbeitet, der nicht leichtfertig geopfert werden dürfe, so BAGS-Vorstandsvorsitzender Wolfgang Gruber (Geschäftsführer FAB Österreich). Eine große Sorge der Trägerorganisationen, so Stellvertreter Erich Fenninger (Geschäftsführer Volkshilfe Österreich), seien der Kostendruck auf den Mitarbeitern und der Mangel an ausgebildeten Pflegekräften. „Die Arbeit im Sozialbereich wird nicht weniger, nur die Belastung auf den verbleibenden Mitarbeitern steigt“.
Auf der Facebookseite „Die Soziale Landesverteidigung“ (http://www.facebook.com/pages/Die-Soziale-Landesverteidigung/211067778903377 ) soll in den kommenden Wochen mit konkreten Zahlenbeispielen das Bewusstsein für den Wert sozialer Leistungen geschärft werden. Die BAGS lädt ein, sich an der Diskussion zu beteiligen.





