Nachruf auf Alfred Ströer
Am 20. August 2011 verstarb Alfred Ströer im 90. Lebensjahr in Wien, der auch eng mit der Geschichte der Berufsausbildung bei Jugend am Werk verbunden war.
Bereits in jungen Jahren engagierte er sich in der Gewerkschaftsbewegung und wurde unter den Nationalsozialisten von 1939 bis 1941 wegen Hochverrates inhaftiert. Nach 1945 hatte Alfred Ströer unterschiedliche Funktionen im ÖGB inne und war unter anderem Jugendsekretär, Leitender Sekretär und Finanzsekretär. Von 1966 bis 1972 war er Nationalratsabgeordneter für die SPÖ und bis 1981 Vorstandsvorsitzender sowie bis 1987 Aufsichtsratsvorsitzender der BAWAG. Daneben setzte er sich unermüdlich für die Menschenrechte ein, war unter anderem langjähriger Vorsitzender der sozialdemokratischen FreiheitskämpferInnen sowie Vizepräsident des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstandes und trat als Zeitzeuge gegen faschistische und rassistische Tendenzen auf.
In seiner aktiven Zeit beim ÖGB förderte Alfred Ströer auch entscheidend den Aufbau des Geschäftsbereiches der Berufsausbildung bei Jugend am Werk – unter anderem wurden die Lehrbetriebe in der Lorenz-Müller-Gasse und in Großpetersdorf errichtet und werden bis heute vom ÖGB maßgeblich unterstützt. Erst im vergangenen Herbst hat der ÖGB Ströers Wirken zu seinem 90. Geburtstag mit einem Festakt im Sozialministerium gewürdigt.





