Geschichte
Jugend am Werk begann seine Tätigkeit im Juni 1945 unmittelbar nach dem 2. Weltkrieg, als die Beschäftigungs- und Ausbildungsstrukturen für junge Menschen zum Großteil zerstört waren.
Mit Ernteeinsätzen und Aufräumungsarbeiten erlebten Jugendliche sinnvolle Arbeit als Grundlage für einen neuen Start ins Leben. Lehrlinge, die im Krieg ihre Ausbildung abbrechen mussten, konnten diese in Lehrwerkstätten von Jugend am Werk fortsetzen.
Entwicklung der Angebote für Menschen mit Behinderung
Als Ende der 50er-Jahre Jugendliche mit einer Behinderung nach dem Schulabschluss eine Beschäftigung suchten, richtete Jugend am Werk die ersten Werkstätten für diese Personengruppe ein. Zu dieser Zeit gab es für Menschen mit geistiger Behinderung auch kaum Möglichkeiten zum Wohnen außerhalb der Familie.
So schuf Jugend am Werk 1965 die ersten Wohnplätze in einem Wohnheim, später auch die ersten Wohngemeinschaften in Wien. Bereits seit 1970 begleitet Jugend am Werk Menschen mit geistiger Behinderung, die in ihrer eigenen Wohnung leben. Diese Betreuungsform hat sich als richtungsweisend herausgestellt - sie wird seit den 80er-Jahren international als Modell anerkannt.
Ausbau der Angebote in der Berufsausbildung für Jugendliche
Im Bereich der Berufsbildung für Jugendliche hat Jugend am Werk verschiedene Aus- und Weiterbildungsmodelle sowie Maßnahmen zur Berufsorientierung entwickelt. Sie alle haben das Ziel, Jugendlichen, die keine Lehrstelle am freien Arbeitsmarkt gefunden haben, durch berufliche Qualifizierung sowie durch Stärkung ihrer sozialen Kompetenz Chancen zu verschaffen.
So wurde Jugend am Werk der größte Anbieter in Wien von Ausbildungsmaßnahmen für das "Auffangnetz für Jugendliche" im Rahmen des Nationalen Aktionsplans für Beschäftigung.
Innovation und Weiterentwicklung
Sowohl in der Berufsbildung für Jugendliche als auch in der Begleitung für Menschen mit Behinderung hat Jugend am Werk im Lauf der Zeit enormes Know-how gesammelt, das die Basis für die Entwicklung und Umsetzung innovativer neuer Projekte bildet.
Dazu zählen unter anderem Projekte zur beruflichen Integration von Menschen mit Behinderung sowie spezielle Angebote für SeniorInnen mit Behinderung.
Auch im Bereich der Selbstvertretung und Mitbestimmung von Menschen mit geistiger Behinderung leistet Jugend am Werk Pionierarbeit.
Seit 1. Jänner 2012 betreibt die gemeinnützige Organisation „Jugend am Werk“ (JaW) zwei Tochtergesellschaften: die „Jugend am Werk Berufsausbildung für Jugendliche GmbH“ und die „Jugend am Werk Begleitung von Menschen mit Behinderung GmbH“. Ziel des Vereins und seiner Tochtergesellschaften ist es, durch eine Vielzahl von hochwertigen Dienstleistungen benachteiligten Menschen den Zugang zu einem erfüllten Leben in Selbstständigkeit zu ermöglichen.





