Arbeit und Teilhabe langfristig sichern
Aktuelle Entwicklungen am Arbeitsmarkt und die Zukunft des Ausgleichstaxfonds standen im Mittelpunkt einer Pressekonferenz mit Vertreter:innen aus Interessenvertretung und Politik.
Ein Arbeitsplatz bedeutet für Menschen mit Behinderungen weit mehr als ein Einkommen. Er steht für Selbstbestimmung, soziale Sicherheit und gesellschaftliche Teilhabe. Umso wichtiger sind stabile und verlässliche Rahmenbedingungen am Arbeitsmarkt.
Bei einer Pressekonferenz am 2. März im Presseclub Concordia wurde die aktuelle Situation von Menschen mit Behinderungen diskutiert. Am Podium sprachen Klaus Widl, Präsident des Österreichischen Behindertenrats, Christine Steger, Bundesbehindertenanwältin, sowie Patrick Berger, Leiter des Chancen Nutzen Büros im Österreichischen Gewerkschaftsbund (ÖGB).
Die aktuellen Daten zeigen eine besorgniserregende Entwicklung: Die Arbeitslosigkeit unter Menschen mit Behinderungen steigt derzeit deutlich stärker als bei Menschen ohne Behinderungen. Zudem sind viele Betroffene von Armut oder sozialer Ausgrenzung betroffen, und die Erwerbsquote liegt weiterhin unter dem Durchschnitt.
Ein zentrales Instrument zur Finanzierung von Unterstützungsmaßnahmen ist der Ausgleichstaxfonds. Aus diesem Fonds werden Maßnahmen unterstützt, die den Zugang zum Arbeitsmarkt erleichtern und bestehende Arbeitsplätze absichern. Für das Jahr 2026 sind zusätzliche Mittel vorgesehen. Ab 2027 ist jedoch eine schrittweise Reduktion dieser Zuschüsse geplant. Aus Sicht der Expert:innen könnte dies Auswirkungen auf bewährte Unterstützungsstrukturen haben.
Die Diskussion machte deutlich, wie wichtig langfristige Lösungen und Planungssicherheit sind, um berufliche Teilhabe nachhaltig zu gewährleisten. Nur mit stabilen Rahmenbedingungen können echte und gleichberechtigte Chancen am Arbeitsmarkt gesichert werden.
Weiter Informationen fndet ihr auf der Behindertenratseite unter:
https://www.behindertenrat.at/aktuelles/news/ausgleichstaxfonds-langfristig-absichern/

